liebe friedensaktivistInnen
hier das programm von
THE PUBLIC EYE ON DAVOS 2003 der evb.
für alle, die sich gerne an friedlichen aktionen anlässlich des wef's in davos beteiligen möchten.
wer sicher nach davos kommen will, fährt besser vor dem sa rauf. es gibt
auch noch übernachtungs-gelegenheiten. ich fahre voraussichtlich am fr.
wenn sonst noch jemand vorher fährt, könnten wir zusammen rauffahren.
herzliche grüsse
markus rüegg
dem zweifel eine chance geben...
liebe leserInnen.
wie gerne würde ich den entscheidungsträgern glauben schenken, wenn sie
frieden, freiheit, demokratie und andere wörter in den mund nehmen.
unsere aktion in davos soll zeichen setzen helfen, welche eben in diese
richtung führen soll: frieden, unabhängigkeit, demokratie ohne angst...
danke für die verbreitung dieser einladung, wenn sie sich damit
identifizieren können.
mit besten wünschen.
alec gagneux.
THE PUBLIC EYE ON DAVOS 2003
Internationale Konferenz
Davos, 23.-27. Januar 2003
Anlässlich des Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums (WEF) organisiert die
internationale NGO-Koalition* The Public Eye on Davos eine unabhängige
Konferenz in Davos. ExpertInnen aus NGOs, sowie VertreterInnen aus
Wissenschaft und Politik aus Ländern des Nordens und des Südens werden
Fakten zu den negativen Auswirkungen der konzern-gesteuerten
Globalisierung und Alternativen einer gerechteren, nachhaltigen
Weltwirtschaftspolitik präsentieren.
Die Konferenz ist öffentlich und die Teilnahme kostenlos.
Ort:
Hugo Richter Saal neben der Niederländischen Asthmaklinik, Scalettastrasse
19, Davos
(in der Nähe des Kongresszentrums, wo die Jahresversammlung des WEF
stattfindet).
Konferenzsprache:
Englisch (Simultanübersetzung ins Deutsche am 23. und 24. Januar);
Eröffnungsansprache am 23. und Podiumsdiskussion am 26. Januar auf
Deutsch.
Vorläufiges Konferenzprogramm
Das Konferenzprogramm sowie weitere Informationen zu The Public Eye on
Davos werden laufend aktualisiert.
Donnerstag, 23. Januar
13.00-14.00:
Eröffnungsansprache (in Deutsch, mit Simultanübersetzung ins Englische)
Oskar Lafontaine, ehem. Finanzminister, Bundesrepublik Deutschland
14.30-16.30:
Die Rechenschaftspflicht von Konzernen
Weil Konzerne global tätig sind, braucht es auch rechtlich bindende
Regelungen auf internationaler Ebene. Nur auf diese Weise kann der
negativen Praxis von Wirtschaftsunternehmen Einhalt geboten werden. In der
Diskussion soll es zum einen um bestehende Regulierungsansätze gehen.
Zum anderen sollen notwendige Massnahmen seitens der Regierungen
erörtert werden, die sicherstellen, dass sozial und ökologisch verantwortliches
Verhalten der Konzerne zur Norm wird.
Meena Raman, Direktorin SAM/Friends of the Earth Malaysia
Mark Malloch Brown, Direktor UNDP, Schweiz (angefragt)
Hans Engelberts, Generalsekretär der internationalen Gewerkschaft für
öffentliche Dienste, Frankreich (angefragt)
Patricia Hewitt, Staatssekretärin für Handel und Industrie, Grossbritannien
(angefragt)
Moderator: Matt Phillips, Friends of the Earth Grossbritannien
Themenblock organisiert von: Friends of the Earth Grossbritannien
Freitag, 24. Januar
14.30-16.30:
Die PR-Strategien von Konzernen
Der Widerstand gegen das neoliberale Projekt der Konzerne und den einseitig
wirtschaftlichen Globalisierungsprozess wächst. Um von ihren oftmals
zweifelhaften Leistungen auf sozialem und ökologischem Gebiet abzulenken,
leisten sich die Multis teure Imagekampagnen und betreiben sog.
Greenwashing. So werben z.B. Ölkonzerne mit ihrem (vermeintlichen)
ökologischen Bewusstsein und vernebeln auf diese Weise ihre
Mitverantwortung für die Klimaerwärmung. Eine willkommene PR-Plattform
bietet auch das WEF seinen Mitgliedern. Unter dem WEF-Motto Committed
to improving the state of the world (verpflichtet, den Zustand der Welt zu
verbessern) können sie sich als besorgte Unternehmen und Problemlöser
präsentieren.
Peter Eigen, Vorsitzender Transparency International, Deutschland
Ganesh Nochur, Kampagnendirektor Greenpeace Indien
Isabela Figueroa, Rainforest Foundation, USA
Irene Khan, Generalsekretärin Amnesty International, Grossbritannien
Moderatorin: Laura Miller, PR Watch, USA
Themenblock organisiert von: Erklärung von Bern, Schweiz
Samstag, 25. Januar
Wegen der Demonstration finden keine "Public Eye" Veranstaltungen statt. Die
Demonstration wird vom Oltner Bündnis organisiert.
Sonntag, 26. Januar
10.00-12.00:
Die Baku-Tbilisi-Ceyhan Ölpipeline
Die geplante Ölpipeline durch Aserbaidschan, Georgien und die Türkei wird
von BP betrieben werden. Das Projekt ist mit ökologischen Risiken behaftet
und könnte sich zudem konflikt- und korruptionsfördernd auswirken, sowie
Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung zerstören. Die Betroffenen
wurden nicht adäquat konsultiert und nur schlecht über das Vorhaben
informiert. Lokale AktivistInnen und internationale NGOs werden diese
Probleme und die fehlenden vertrauensbildenden Massnahmen von BP
diskutieren.
Keti Gujaraidze, Grüne Alternative für die Georgische Republik
Antonio Tricarico, Kampagne für Weltbank-Reform, Italien
Richard Howitt, sozialdemokratischer Abgeordneter des Europäischen
Parlaments, Grossbritannien (angefragt)
Lord Browne, Konzernchef BP, Grossbritannien (angefragt)
Moderator: Paul de Clerck, Milieudefensie/Friends of the Earth Holland
Themenblock organisiert von: Friends of the Earth USA/Holland
14.30-16.30:
Auswirkungen der Globalisierung in der Schweiz:
Ausverkauf des Service Public? (auf Deutsch)
Im Rahmen der Welthandelsorganisation sind auf internationaler Ebene
Bestrebungen im Gange, immer weitere Dienstleistungsbereiche für private
Anbieter zu öffnen. Dadurch wird die staatliche Grundversorgung (Service
public), z.B. im Bereich Gesundheit oder Bildung, unter Druck gesetzt.
Vormals staatliche Unternehmen werden (teil-)privatisiert und dem Gesetz der
Profitmaximierung unterworfen. In der Schweiz gefährdet der Abbau nicht
rentabler Poststellen die Versorgung, insbesondere in abgelegenen
Bergregionen.
Christiane Brunner, Präsidentin der Sozialdemokratischen Partei
Daniel Lampart, Präsident der Wirtschaftskommission der Grünen Partei
Alessandro Pelizzari, Attac
Doris Schüepp, Generalsekretärin der Gewerkschaft VPOD
Moderatorin: Marianne Hochuli, Erklärung von Bern
Themenblock organisiert von: Erklärung von Bern, Schweiz
17.30-18.30:
Fenster zum Weltsozialforum (WSF)
Mit Kurzfilm und Beitrag von Magda Barros Biavaschi und Marcelo Lucca,
Botschafter des WSF, Porto Alegre, Brasilien
organisiert von: Erklärung von Bern, Schweiz
Montag, 27. Januar
10.00-12.00:
Globalisierung und Arbeitsrechte
Im Zuge der Globalisierung haben Konzerne des Nordens ihre
Güterproduktion zunehmend in Länder des Südens ausgelagert. Dort sind die
Produktionskosten billiger, weil die Löhne tiefer und Schutzrechte für
Arbeitnehmende oft inexistent sind. Vor allem aus der Textilindustrie sind
Missstände wie Kinderarbeit, Hungerlöhne oder Gewerkschaftsverbote
bekannt. Im Gespräch mit AktivistInnen (und Betroffenen) soll Nike mit der
Situation in Fabriken speziell in Südostasien, die für den Sportriesen
produzieren, konfrontiert werden.
Phil Knight, Konzernchef Nike, USA (angefragt)
Tim Connor, NikeWatch-Kampagne, Oxfam Community Aid Abroad,
Australien
Rustam Aksam, Präsident der Gewerkschaft FSPTSK
(vertritt die - FabrikarbeiterInnen von PT Doson), Indonesien
Moderatorin: Regula Renschler, Radio DRS, Schweiz
Themenblock organisiert von: Erklärung von Bern, Schweiz
* The Public Eye on Davos ist ein gemeinsames Projekt folgender NGOs:
Koordination: Erklärung von Bern (Schweiz)
Pro Natura (Schweizer Mitglied FoEI), Friends of the Earth International
(FoEI), Asociacion Latinoamericana de Organizaciones de Promocion (Costa
Rica), Corporate Europe Observatory (Niederlande), Focus on the Global
South (Thailand), International South Group Network (Simbabwe), Tebtebba
Foundation (Philippinen), World Development Movement (Grossbritannien),
Women in Development Europe (Belgien).
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